Wirtschaft

 

Der hauptsächliche Wirtschaftszweig auf Lanzarote ist der Tourismus. Früher spielte die Landwirtschaft eine Rolle mit Weinanbau, der Cochenille Laus und dem Anbau von Cosco. Seit dem 20. Jahrhundert wird kaum noch Landwirtschaft betrieben, sondern die Wirtschaft konzentriert sich auf den Tourismus und damit auf den Handel, Dienstleistungen und das Handwerk.

 

Die Sektoren


Der Tourismus


Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm der Tourismus immer weiter zu – heute wird die Wirtschaft fast ausschließlich vom Tourismus dominiert. Durch den Einsatz des damaligen Präsidenten der Insel wurden riesige Hotelkomplexe und reine Touristenstädte weitgehend vermieden und ein Qualitätstourismus geschaffen.


Handel und Industrie


Industrie ist auf Lanzarote kaum zu finden. Der Handel und die Dienstleistungsnehmen sind entsprechend touristisch orientiert – viele der Einheimischen arbeiten im Dienstleistungssektor im Bereich der Tourismusbranche in Hotels, Restaurants, Geschäften etc.


Handwerk


Im Bereich Handwerk sind sämtliche Bereiche auf Lanzarote vertreten. Einige deutsche Handwerker sind auf der Kanareninsel ansässig.


Landwirtschaft


Vor dem Einzug des Tourismus im 20. Jahrhundert waren die Einwohner von Lanzarote auf die Landwirtschaft angewiesen, deren Betrieb sich aufgrund der seltenen Niederschläge sehr schwierig gestaltete Durch spezielle Anbaumethoden, die auf dem Anbau mit Hilfe von Lapilli basierten, konnte das Wasserproblem verringert werden. Dabei handelt es sich um kleine Steine aus vulkanischem Material, das extrem porös ist. Diese kleinen Steine saugen sich über Nacht mit der niederschlagenden Feuchtigkeit voll und können diese dann an die Pflanzen abgeben. Die Cosco war eine der wichtigen Bodenpflanzen, die angebaut wurde – diese war für die Herstellung von Seife wichtig. Danach kamen Kartoffeln und Tomaten und die Cochenille Laus, die zur Gewinnung von rotem Farbstoff genutzt wurde. Die Tunos ist die Wirtspflanze dieser speziellen Laus und dominierte über Jahre die Wirtschaft auf Lanzarote. Nach der Einführung der synthetischen Herstellung der Farbstoffe, verlor der Anbau der Tunos an Wichtigkeit und es folgte der Weinanbau. Dieser konnte nur mit Hilfe der Lapillis betrieben werden, die in kleinen Trichtern mit einem Durchmesser von etwa 1 bis 2 cm um die Pflanzen platziert wurden.